Liebe Unternehmensgestalter, Produktivitäts-Jäger, Macher und Umsetzer!
Liebe Unternehmensgestalter, Produktivitäts-Jäger, Macher und Umsetzer!
Wir alle kennen das Gefühl: Endlich läuft etwas stabil. Der Prozess sitzt. Die Routine funktioniert. Der Standard ist etabliert. Haken dran und „Never change a running system!“ Aus Führungs- und Mitarbeitersicht ideal, weil gut nach Schema „F“ arbeiten können.
Genau jetzt wird’s gefährlich. Warum? Weil wir glauben, die Arbeit sei erledigt. Doch in Wahrheit ist es der Moment, in dem Routinen langsam und komplett unbemerkt an Wirkung verlieren.
Besprechungen, Checklisten, Übergaben, Freigaben, Produktionsabläufe …Alles fängt mal stark an. Aber irgendwann:
- laufen Besprechungen nur noch „weil sie halt im Kalender stehen“
- werden Abweichungen nicht mehr sauber dokumentiert
- klickt man Checklisten durch, weil man weiß, was „eh passt“
- werden Prozesse nicht mehr hinterfragt, sondern verteidigt
- funktionieren Dinge, aber keiner weiß mehr, warum
Wir sind so stolz darauf, Standards aufgebaut zu haben, dass wir nicht merken, wann sie uns anfangen zu bremsen. Und genau hier stecken sehr viele Produktionsbetriebe fest. In einer Routine-Schleife, die Produktivität frisst.
Es ist schwer zu erkennen, wann wir den „Peak of Productivity“ überschritten haben. Denn Routinen geben Sicherheit und das fühlt sich gut an. Selbst aus den Kennzahlen ist es nicht so einfach herauszulesen, weil wir uns vielleicht an gewisse Werte gewöhnt haben. Fakt ist, dass die Innovation auf der Strecke bleibt.
Die große Frage: Wie schaffen wir es, gleichzeitig produktiv UND innovativ zu sein?
Denn das ist ja der Kernkonflikt:
- Standards sollen Stabilität bringen
- Innovation soll Veränderung bringen
Beides zusammen wirkt wie ein Widerspruch. Ist es aber nicht, wenn du einer bewährten Sequenz folgst: Dem Lean-Digital-Ansatz.
Schritt 1: Lean – Verschwendung raus, KVP rein
→ Prozesse schlank, klar, logisch
→ Routinen werden regelmäßig hinterfragt
→ Kundenorientierung als Kompass
→ Standards = lebende Systeme, keine Fossilien
Schritt 2: Digital – Prozesse stabil → dann digitalisieren und automatisieren
→ Produktivität steigt
→ Qualität wird messbar
→ Komplexität wird handelbar
→ Mitarbeiter werden entlastet
Die Reihenfolge ist entscheidend. Unternehmen digitalisieren Chaos und wundern sich, warum alles noch chaotischer wird. Heute bekommst du 3 Schritte wie du dich dem Paradoxon der dynamischen Stabilität näherst.
1. Hol dir einen Blick von außen
Wir alle sehen unsere eigenen Abläufe durch eine verzerrte Brille. Wir kennen die Hintergründe, die Ausnahmen, die “internen Besonderheiten”. Aber genau diese Nähe verhindert Klarheit.
Beispiel aus der Praxis: Ein Betrieb war überzeugt, dass ihre tägliche Morgenrunde “gut läuft”. Im QuickCheck hat sich nach 20 Minuten gezeigt: Die Besprechung dauerte eigentlich zu lange, entlastete niemanden und brachte keine Entscheidungen. Die Routine war nur noch da, weil es sie eben „immer gegeben hat“.
Nach kleinen Anpassungen (Agenda, Timeboxing, Rollen) wurde die gleiche Besprechung zur produktivsten Viertelstunde des Tages.
Wenn du wissen willst, welche deiner Routinen tragen und welche dich bremsen, dann schaue auf mpdigital.at vorbei und buche dir dein Infogespräch zum QuickCheck. In einem halben Tag analysieren wir die Bereiche vor Ort in deinem Betrieb und können dir bereits erste konkrete Handlungsempfehlungen geben. www.mpdigital.at
2. Mach deine Mitarbeiter veränderungsfähig
Die meisten Routinen scheitern nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil die Leute nicht wissen, warum sie etwas tun und wie sie es verbessern können. Veränderung passiert nicht durch mehr Druck, sondern durch mehr Können.
Beispiel aus der Praxis: Ein Team in der Montage führte 5S ein. Nach wenigen Tagen war alles wieder beim Alten. 5S wurde als einmalige Aufräumaktion gesehen. Erst als die Mitarbeiter gelernt hatten, wie sie Verschwendung erkennen, wie sie Standards lebendig halten und wie KVP funktioniert, hat sich die gesamte Abteilung stabilisiert und ein nachhaltiger Arbeitsmodus entwickelt.
Genau das macht die mpacademy aus: Sie gibt deinen Leuten das Wissen UND die Sicherheit, Dinge zu hinterfragen.
Wenn du willst, dass Routinen wirken und sich kontinuierlich verbessern, mach dein Team lernfähig. Der einfachste Weg führt über die mpacademy – eure individuelle und praxisnahe Lernplattform: www.mpacademy.at
3. Geh raus
Innovation entsteht selten im eigenen Büro. Schon gar nicht im eigenen Meetingraum. Wenn du immer nur deine eigenen Routinen siehst, dann wirken sie irgendwann normal, selbst wenn sie längst veraltet sind. Geh raus und hol dir Inspirationen von Branchenkollegen oder auch in Betrieben, die gar nichts mit eurem Business zu tun haben.
Beispiel aus der Praxis: Ein Produktionsleiter von einem Kunden hat ein Unternehmen aus einer völlig anderen Branche besucht. Allein der Blick auf deren Materialfluss hat ihm zwei Ideen gebracht, mit denen er später 15 % Durchlaufzeit reduziert hat. Nur weil er neue Denkweisen gesehen hat.
Messen, Branchenfremde Betriebe, Konferenzen, Benchmarking – das sind keine „nice to haves“. Das sind die Quellen für neue Ideen.
Wenn du Ideen suchst, die deine Routinen wieder lebendig machen: Lass uns über passende Wege sprechen: www.mpdigital.at
Fazit: Stabilität ist kein Zustand. Stabilität ist ein Ergebnis.
Das Ergebnis von:
- klugen Standards
- lebendigen Routinen
- lernfähigen Teams
- klaren Prozessen
- mutigen Entscheidungen
Und vor allem der Haltung: Gewohntes nicht mit Wirkung zu verwechseln.
3 Reflexionsfragen für dich:
- Welche unserer Routinen würden wir heute NICHT mehr einführen, wenn wir bei Null starten würden?
- Welche zwei Standards haben in den letzten 12 Monaten keinen einzigen Check, kein Update und kein Review bekommen?
- Wie oft entstehen bei uns neue Ideen und aus welcher Situation heraus?
Teile deine Gedanken und Erfahrungen gerne mit der Community und lass uns gemeinsam wachsen!
Du möchtest wissen, wie die mpacademy für dich funktioniert, was sie kostet und was sie bringt? Schau auf unsere neue Website und buche dir ein Infogespräch: www.mpacademy.at
🎧 Diese Folge und alle weiteren gibt es jetzt auch als Podcast: Spotify – Der Produktivitäts-Pilot
Du hast Fragen zu dem Thema oder möchtest mir ein Feedback zum Newsletter geben? Zögere bitte nicht! Du kannst mich jederzeit über mein LinkedIn-Profil oder per E-Mail an martinposarnig@mpdigital.at erreichen.
Dein Produktivitäts-Pilot
Martin Posarnig








