Liebe Unternehmensgestalter, Produktivitäts-Jäger, Macher und Umsetzer!
Macht ihr schon alles, damit der Herbst richtig stressig wird? Falls du dich jetzt fragst, was das soll, lies unbedingt weiter und schreib in die Kommentare, ob du das so oder in ähnlicher Form nicht schon erlebt hast.
Wenn im Herbst der Druck steigt, Termine drängen, Zahlen nicht passen und plötzlich alles gleichzeitig wichtig wird, dann ist das kein Zufall. Dann ist das meist die logische Folge von Entscheidungen, die jetzt nicht getroffen wurden.
In fast allen Unternehmen gibt es fixe Ankerpunkte im Jahr. Quartalsberichte, Halbjahresergebnisse und schließlich die große Jahresbilanz. An diesen Zeitpunkten wird gemessen, bewertet und diskutiert. Dann wird es oft hektisch. Es wird analysiert, nachgeschärft, umpriorisiert. Und nicht selten stellt man sich die Frage: „Warum fühlt sich das jetzt so mühsam an?“
Die Antwort ist unangenehm einfach: Diese Ergebnisse entstehen nicht im Herbst oder Winter. Sie entstehen heute
Der Jahresanfang fühlt sich für viele verantwortliche Personen vergleichsweise entspannt an. Die nächste Abrechnung ist weit weg, der Druck noch gering. Genau deshalb werden wichtige Themen gerne aufgeschoben. Nicht aus Ignoranz oder Bequemlichkeit, sondern weil es menschlich ist.
Führungskräfte, Bereichsleiter und Projektverantwortliche schieben Dinge vor sich her.
Nicht, weil sie es nicht besser wüssten, sondern weil das Dringende im Alltag fast immer lauter ist als das Wichtige.
Psychologisch ist dieses Verhalten gut erklärbar. Wir Menschen entscheiden uns häufig für den einfacheren Weg im Moment, obwohl wir im Hinterkopf wissen, dass uns das später Probleme bereiten wird. Wir wissen, dass Bewegung gut wäre und bleiben trotzdem sitzen. Wir wissen, dass gesunde Ernährung sinnvoll ist und greifen zum schnellen Gericht. Wir wissen, dass Rauchen schadet und tun es dennoch.
Der Grund ist immer derselbe: Der Nutzen von Veränderung liegt in der Zukunft. Der Aufwand liegt im Jetzt. Und genau deshalb wird Veränderung so oft vertagt.
Das Problem daran: Stress entsteht nicht plötzlich. Er ist fast immer das Ergebnis fehlender Entscheidungen zu einem Zeitpunkt, an dem sie leicht gewesen wären.
Wer jetzt keine Klarheit schafft, zahlt später mit Hektik.
Wer jetzt keine Struktur aufbaut, improvisiert später.
Wer jetzt nicht handelt, wundert sich im Herbst über die eigenen Zahlen.
Wenn wir verhindern wollen, dass der Herbst unnötig stressig wird, braucht es jetzt drei klare Schritte.
1. Klare Ziele definieren.
Ziele geben Richtung. Ohne sie arbeiten viele Menschen fleißig, aber nicht zwingend am Richtigen.
Wichtig dabei: Zieldefinition ist kein demokratischer Prozess. Ziele kommen von der Führung. Punkt. Was sehr wohl gemeinsam erarbeitet werden kann, ist der Weg dorthin.
Ansätze wie Hoshin Kanri helfen, Unternehmensziele so herunterzubrechen, dass sie auf allen Ebenen Sinn machen. Jeder soll verstehen, welchen Beitrag er leistet und warum dieser Beitrag relevant ist. Ohne diese Klarheit bleiben Ziele abstrakt – mit ihr werden sie greifbar.
2. Konkrete Wege zur Zielerreichung festlegen.
Ziele allein verändern noch nichts. Entscheidend ist, was täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise getan wird, um sie zu erreichen. Hier geht es darum, nicht einfach weiterzumachen wie bisher, sondern bewusst zu prüfen: Zahlen unsere Tätigkeiten wirklich auf unsere Ziele ein? Oder beschäftigen wir uns nur?
An diesem Punkt beginnt echte Verantwortung. Verantwortung bedeutet das Richtige zu tun und zu wissen, welchen Beitrag man selbst leistet.
3. Kontrolle zulassen und nutzen.
Kontrolle ist kein Misstrauensvotum. Sie ist Voraussetzung für Steuerung.
Wer Ziele ernst nimmt, muss Ergebnisse regelmäßig überprüfen. Nur so wissen wir, ob wir auf Kurs sind oder gegensteuern müssen. Genauso wichtig ist es, gute Zahlen sichtbar zu machen und Fortschritte bewusst zu würdigen. Beides schafft Orientierung und Motivation.
Fazit: Am Ende ist es eigentlich ganz einfach: Der Herbst wird dann stressig, wenn wir die Voraussetzungen dafür jetzt nicht schaffen. Wer früh Klarheit schafft, sauber plant und regelmäßig hinschaut, vermeidet genau jenen Druck, den später niemand braucht.
Wenn du diese Klarheit nicht jedes Jahr neu erarbeiten willst, sondern systematisch aufbauen möchtest, dann lohnt sich ein Blick auf die mpacademy. Sie hilft dabei, Ziele verständlich zu machen, Verantwortung zu klären und Umsetzung im Alltag zu verankern bevor der Druck steigt. www.mpacademy.at
Drei Fragen zur Reflexion:
- Welche wichtigen Themen schieben wir aktuell auf, weil die nächste Abrechnung noch weit weg ist?
- Welche Entscheidungen würden uns in sechs Monaten spürbar entlasten, wenn wir sie heute treffen?
- Woran erkennen wir regelmäßig, ob wir auf Kurs sind und was tun wir konkret, wenn wir es nicht sind?
Teile deine Gedanken und Erfahrungen gerne mit der Community und lass uns gemeinsam wachsen!
Diese Folge und alle weiteren gibt es jetzt auch als Podcast: Spotify – Der Produktivitäts-Pilot
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Martin Posarnig








