Liebe Unternehmensgestalter, Produktivitäts-Jäger, Macher und Umsetzer!
„Wir würden gerne produktiver werden.“ „Wir sollten unsere Prozesse besser im Griff haben.“ „Eigentlich wissen wir eh, was zu tun wäre.“ Solche Sätze hört man in vielen Betrieben und sie sind fast immer ehrlich gemeint. Niemand sagt sie aus Bequemlichkeit oder Desinteresse. Im Gegenteil: Sie entstehen meist aus dem aufrichtigen Wunsch heraus, etwas zu verbessern.
Und trotzdem passiert oft genau das nicht. Der Grund dafür ist selten fehlendes Wissen. Zwischen „wir würden gerne“ und „so machen wir es“ fehlt kein weiteres Konzept, kein neues Tool und kein zusätzlicher Workshop. Dazwischen liegt etwas viel Banaleres und gleichzeitig viel Anspruchsvolleres: konsequente Umsetzung.
Viele Unternehmen haben heute kein Erkenntnisproblem mehr. Lean Management, kontinuierliche Verbesserung, Digitalisierung oder Shopfloor-Management sind keine Fremdwörter. Die Methoden sind bekannt, die Präsentationen sauber, die Konzepte durchdacht.
Was häufig fehlt, ist der Schritt aus der Theorie in eine kontinuierliche Verbesserung, die im Alltag tatsächlich Wirkung zeigt. Nicht punktuell, nicht als Projekt, sondern dauerhaft. Damit dieser Schritt gelingt, braucht es keine Wunderlösung. Aber es braucht drei Dinge, die oft unterschätzt werden.
Heute bekommst du 3 Empfehlungen wie von „wir würden gerne…“ zu „so machen wir es!“ kommst:
1. Klare Erwartungen äußern
Veränderung beginnt nicht mit Methoden, sondern mit Führung. Und Führung bedeutet, Klarheit zu schaffen. Mitarbeiter müssen wissen, was von ihnen erwartet wird. Ganz konkret. Was ist dieses Jahr wichtig? Worauf legen wir als Führung Wert? Woran messen wir Erfolg?
Das ist keine Härte, sondern Orientierung. Menschen arbeiten besser, wenn sie wissen, woran sie sind. Unklare Erwartungen führen nicht zu mehr Freiheit, sondern zu Unsicherheit. Klare Erwartungen hingegen geben Richtung und genau das ist die Grundlage für Leistung und Engagement.
2. Die Voraussetzungen schaffen
Erwartungen allein reichen nicht aus. Wer Leistung erwartet, muss auch ermöglichen, dass diese Leistung erbracht werden kann. Wenn wir von unseren Mitarbeitern verlangen, Prozesse zu verbessern, Verantwortung zu übernehmen oder Probleme selbstständig zu lösen, dann brauchen sie dafür das richtige Handwerkszeug. Dieses Handwerkszeug fällt nicht vom Himmel. Es entsteht durch Ausbildung.
Ausgebildete Mitarbeiter verstehen Zusammenhänge, erkennen Ursachen statt Symptome und können Verbesserungen eigenständig umsetzen. Genau hier entscheidet sich, ob kontinuierliche Verbesserung ein Schlagwort bleibt oder Teil der Unternehmenskultur wird.
3. Umsetzung sicherstellen
Der häufigste Stolperstein liegt im Alltag. Gute Ideen sind da, die Motivation stimmt, doch die Umsetzung verläuft im Sand, weil sie nicht sauber in die täglichen Abläufe integriert ist. Wenn Verbesserung Wirkung zeigen soll, muss sichtbar werden, wie die tägliche Arbeit auf die gesetzten Ziele einzahlt. Es braucht Klarheit darüber, woran wir erkennen, ob wir auf Kurs sind und wo wir eingreifen müssen, wenn es nicht gut läuft.
Diese Transparenz wirkt in beide Richtungen. Sie schafft Orientierung, wenn nachgeschärft werden muss, und sie erzeugt Zufriedenheit, wenn sichtbar wird, dass Maßnahmen greifen. Genau das hält Menschen langfristig in der Umsetzung.
Fazit: Theorie ist wichtig. Konzepte sind notwendig. Doch ohne klare Erwartungen, ohne befähigte Mitarbeiter und ohne sichtbar organisierte Umsetzung bleibt Veränderung ein guter Vorsatz. Der Unterschied zwischen „wir würden gerne“ und „so machen wir es“ entsteht durch konsequente Führung und saubere Organisation.
Drei Fragen zur Reflexion:
- Was erwarten wir in diesem Jahr konkret von unserer Mannschaft – und ist das für alle klar verständlich?
- Haben unsere Mitarbeiter heute wirklich die Fähigkeiten, um diese Erwartungen zu erfüllen?
- Woran erkennen wir im Alltag, ob unsere Verbesserungen tatsächlich Wirkung zeigen?
Wenn du bei einer dieser Fragen ins Nachdenken kommst, dann ist das ein gutes Zeichen. Denn genau dort beginnt echte Verbesserung.
Wenn wir ehrlich sind, dann scheitert kontinuierliche Verbesserung nicht an Ideen, sondern daran, dass sie im Alltag untergeht. Führungskräfte strengen sich an und sehen zu wenig Wirkung. Mitarbeiter bringen sich ein und erleben, dass gute Ansätze wieder versanden. Genau hier entscheidet sich, ob ein Betrieb Jahr für Jahr bei Vorsätzen stehen bleibt oder systematisch besser wird.
Die mpacademy liefert dafür das Fundament. Sie fördert Verbesserung unabhängig von Einzelengagement, befähigt Mitarbeiter, statt sie nur zu informieren und organisiert Umsetzung, statt auf Motivation zu hoffen. Mit dem 5-Schritte-Programm wird sichergestellt, dass die Einführung der Lernplattform funktioniert und die Umsetzung der Inhalte erfolgt.
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Diese Folge und alle weiteren gibt es jetzt auch als Podcast: Spotify – Der Produktivitäts-Pilot
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Martin Posarnig








