Exzellenz in den kleinen Dingen – Teil 1: Exzellente Besprechungen

Neulich sitze ich in einem Meeting eines Produktionsbetriebs. Startzeit: 09:00 Uhr. Tatsächlich beginnen wir um 09:12 Uhr. Agenda? Fehlanzeige. Nach 45 Minuten fragt ein Teilnehmer: „Worum geht es hier eigentlich?“ – der halbe Raum schaut genervt, der andere halbe scrollt am Handy.
Kommt dir das bekannt vor? Meetings sind in vielen Unternehmen der größte Produktivitätskiller. Trotzdem akzeptieren wir sie viel zu oft als „notwendiges Übel“.

Mut – die wichtigste Ressource in deiner Produktion

Wenn du an Mut denkst, denkst du wahrscheinlich an Abenteuer, Risiko oder vielleicht an Feuerwehrleute. Aber Mut ist auch im Produktionsalltag die vielleicht wichtigste Ressource. Warum? Weil Mut entscheidet, ob wir stehenbleiben oder vorankommen.

Bei mpdigital beschäftigen wir uns im Kern mit 3 Feldern, die eng miteinander verbunden sind. Führung, Lean Management und Digitalisierung/KI. Heute bekommst du für jedes dieser Felder einen Ansatz wie du mit Mut ans Werk gehen kannst.

So hältst du als Führungskraft den Überblick und bleibst trotzdem fokussiert

Als Führungskraft jonglierst du jeden Tag mit zig Themen gleichzeitig: Kundenprojekte, interne Meetings, Mitarbeiterführung, Strategiearbeit und ganz nebenbei die ständige Flut an E-Mails und Informationen.
Natürlich gibt es dafür jede Menge klassische Tools: To-Do-Listen, Kanban-Boards, Projektpläne. Sie helfen, den Überblick zu behalten, aber sie lösen ein Problem nicht: Wie bleibst du wirklich fokussiert auf deine wichtigsten Aufgaben, ohne dass dir anderes entgleitet?

Hier kann Künstliche Intelligenz einen entscheidenden Unterschied machen. Denn KI-gestützte Tools können dir den Überblick nicht nur geben, sie können auch dafür sorgen, dass du in deiner Arbeit dranbleibst, während der Rest automatisch im Hintergrund läuft.

Heute bekommst du 3 konkrete KI-Ansätze für Führungskräfte, damit du deinen Fokus wieder zurückgewinnst:

Verantwortung klären – sonst kostet’s dich richtig!

Verantwortung klingt nach großer Geste. Aber in Wahrheit geht es oft um ganz konkrete Dinge:
• Wer informiert wen?
• Wer entscheidet was?
• Wer steht für das Ergebnis?

Wenn diese Fragen nicht geklärt sind, entstehen Reibungsverluste, Missverständnisse und jede Menge Frust. Hier drei typische Situationen aus dem Alltag und wie du sie mit klar geregelter Verantwortung auflöst:

Regeln im Umgang mit KI – Bremse oder Beschleuniger?

KI ist längst in unseren Arbeitsalltag vorgedrungen. Die Tools sind da. Die Möglichkeiten auch. Trotzdem herrscht in vielen Unternehmen Stillstand – nicht, weil die Technik fehlt, sondern weil die Regeln fehlen.

„Darf ich das nutzen?“
„Was passiert, wenn etwas schiefläuft?“
„Wer trägt die Verantwortung?“

Was fehlt, ist Klarheit. Und diese Unsicherheit kostet täglich Zeit, Mut und Innovationskraft. Manche reagieren mit Pauschalverboten. Verständlich so kann zumindest nichts passieren. Andere lassen jeden einfach machen und sehen die Risiken nicht, die mit einem sorglosen Umgang mit KI-Tools einhergehen.

So bringen dir 15 Minuten Disziplin täglich mehrere Stunden Produktivität

Wer kennt das nicht?
• Du brauchst dringend eine Info – aber der Mitarbeiter, der sie hat, ist gerade irgendwo im Betrieb unterwegs.
• Ein Kunde ruft an – und du hast keinen Überblick, in welchem Status sich der Auftrag befindet.
• Dein Tag ist verplant – aber trotzdem häufen sich spontane Rückfragen, Abstimmungen und „nur mal kurz“-Themen.
• Du startest in die Woche – aber keiner weiß so genau, was Priorität hat.
Und das alles trotz Besprechungen, Excel-Listen und vielleicht sogar Messenger-Gruppen. Das Problem ist nicht fehlende Kommunikation. Es fehlt strukturierte, disziplinierte Kommunikation – direkt am Ort des Geschehens.

So killt respektloses Verhalten deine Produktivität!

Respekt ist kein Bonus. Respekt ist ein Grundwert. Ohne ihn wird Zusammenarbeit zur Belastung, Führung zur Qual und Leistung zur Zufallssache. Dabei hat Respekt nichts mit Härte oder Unterdrückung zu tun – ganz im Gegenteil. Respekt heißt Klarheit. Respekt heißt: Ich sehe dich, ich achte deine Zeit, deine Rolle, deine Arbeit. Und ich erwarte das Gleiche zurück.

Nur so entsteht ein Miteinander, das reibungslos funktioniert – ohne Stress, ohne Groll, ohne Energieverlust. Dennoch: In vielen Unternehmen zeigt sich Respektlosigkeit nicht durch lautes Schreien – sondern durch kleine, alltägliche Verhaltensmuster, die enorm viel kosten.

Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung – mit bitterem Beigeschmack.

Stell dir folgende Situation vor: Ein Problem ist längst erkannt. Die Optionen liegen auf dem Tisch. Alle warten. Doch es passiert … nichts. Keine Entscheidung. Kein „Go“. Kein „Nein“. Nur Stillstand.

Was bleibt, ist ein gefährliches Vakuum: Unsicherheit, Frust, Gerüchte. Irgendwann stellt sich die Frage: Warum passiert hier nichts? Was ist mit der Führung los?

Digitalisierung beschleunigt alles – auch das Chaos.

Im Rahmen der letzten beiden Ausgaben sind wir tiefer in das Thema Exzellenz eingetaucht – mit dem Fokus auf Führung und Lean Thinking.
Heute schließen wir den Dreiklang ab: mit dem dritten Deep Dive – zur Digitalisierung und dem Einsatz von KI. Viele Unternehmen investieren in Tools, Plattformen und Softwarelösungen, aber sie wundern sich, dass keine Wirkung entsteht.

Warum? Weil Digitalisierung nicht automatisch verbessert – sie verstärkt. Wenn das System dahinter instabil ist, verstärkt sie genau das.

3 Gründe, warum Digitalisierung ohne Kontext scheitert – und wie du’s besser machst