Vergiss den Schulungsplan 2026!

Am Jahresbeginn werden oft die Schulungen für das Jahr geplant. In vielen Betrieben sieht das ungefähr so aus: Ein Schulungsplan wird erstellt. Wer geht wann auf welches Seminar? Wer vertritt wen in dieser Zeit? Wie viele Tage können wir uns leisten, dass jemand nicht im Betrieb ist? Der Plan ist meist sauber. Die Absicht dahinter auch und trotzdem bleibt am Ende oft ein ungutes Gefühl.
Denn klassische Schulungen haben ein paar systematische Nachteile, über die selten offen gesprochen wird. Sie sind teuer. Nicht nur wegen der Seminarkosten, sondern vor allem wegen der Ausfallzeiten. Sie reißen Mitarbeiter aus dem Tagesgeschäft und sie setzen darauf, dass Menschen sich Dinge merken, die sie erst Wochen oder Monate später brauchen.

Von „wir würden gerne…“ zu „so machen wir es!“

„Wir würden gerne produktiver werden.“ „Wir sollten unsere Prozesse besser im Griff haben.“ „Eigentlich wissen wir eh, was zu tun wäre.“ Solche Sätze hört man in vielen Betrieben und sie sind fast immer ehrlich gemeint. Niemand sagt sie aus Bequemlichkeit oder Desinteresse. Im Gegenteil: Sie entstehen meist aus dem aufrichtigen Wunsch heraus, etwas zu verbessern.
Und trotzdem passiert oft genau das nicht. Der Grund dafür ist selten fehlendes Wissen. Zwischen „wir würden gerne“ und „so machen wir es“ fehlt kein weiteres Konzept, kein neues Tool und kein zusätzlicher Workshop. Dazwischen liegt etwas viel Banaleres und gleichzeitig viel Anspruchsvolleres: konsequente Umsetzung.

Der Jahreswechsel ändert nichts, wenn du es nicht anders organisierst

Ein neues Jahr beginnt. Neue Ziele werden formuliert und neue Vorsätze gefasst. In vielen Betrieben spürt man im Jänner echte Aufbruchsstimmung: „Heuer packen wir’s an!“, „Jetzt bringen wir Ordnung rein!“, „Jetzt setzen wir die Dinge endlich um!“
Und dann? Ein paar Wochen später ist Februar und der Alltag hat wieder übernommen. Dringendes schlägt Wichtiges, meetings ersetzen Umsetzung und plötzlich läuft vieles wieder genauso wie zuvor. Nicht, weil die Leute keine Lust haben, oder weil Motivation fehlt, sondern weil der Jahreswechsel nichts ändert, wenn man es nicht anders organisiert.

Danke. Und warum ich das hier eigentlich mache.

Liebe Unternehmensgestalter, liebe Produktivitäts-Jäger, Macher und Umsetzer,
dieser Newsletter ist der letzte für dieses Jahr. Der nächste Produktivitäts-Pilot erscheint am 08.01.2026. Bevor wir hier noch über Produktivität, Führung, Lean oder Digitalisierung sprechen, möchte ich heute etwas anderes tun:
Danke sagen.
Danke, dass du diesen Newsletter liest. Danke, dass du mir über das Jahr hinweg deine Zeit geschenkt hast. Zeit ist das Wertvollste, was wir haben. Sie kommt nicht zurück und sie lässt sich nicht vermehren.
Dass du dich – vielleicht jede Woche, vielleicht hin und wieder – dafür entscheidest, ein paar Minuten davon mit meinen Gedanken zu verbringen, ist alles andere als selbstverständlich. Viele von euch lesen still mit. Ohne Kommentare. Ohne Likes. Ohne Nachrichten. Und trotzdem weiß ich: Ihr seid da.
Dieser Newsletter ist kein Massenprodukt und ich weiß es sehr zu schätzen, dass ihr es annehmt.

Dienen: Die produktivste Form von Führung.

Heute möchte ich ein Thema ansprechen, das sofort polarisiert. Ein Wort, das viele falsch verstehen. Ein Konzept, das in Wahrheit über Erfolg oder Stillstand eines Unternehmens entscheidet.
Dienen.
Für viele klingt das nach Schwäche, Unterordnung oder Nettigkeit. Für mich – und für jedes produktive Unternehmen – bedeutet Dienen etwas völlig anderes:
• Dienen heißt führen.
• Dienen heißt Verantwortung übernehmen.
• Dienen heißt, das Team stärker zu machen als jeden Einzelnen.
Und genau dadurch entsteht Produktivität.

Lean ist wie Kekse backen: Folgst du den Schritten ist das Ergebnis garantiert!

Ich möchte dir heute ein einfaches Bild mitgeben: Lean Management funktioniert wie ein Rezept zum Kekse backen. Wenn das Rezept klar beschrieben ist und du die Schritte befolgst, kommen am Ende Kekse heraus. Ganz egal, ob du ein guter Bäcker bist oder nicht. Das Ergebnis ist schon klar, bevor man überhaupt anfängt, solange man sich ans Rezept hält.
Genauso funktioniert Lean. Wer die Methoden versteht und sie konsequent anwendet, bekommt Ergebnisse. Garantiert. Nicht, weil Lean magisch wäre, sondern weil die Mechanik dahinter seit über 100 Jahren wirkt: Fokus auf den Kunden. Wert steigern. Verschwendung reduzieren. Jeden Tag ein kleines Stück besser werden.
Natürlich ist Lean nicht das gesamte Menü eines erfolgreichen Unternehmens. Aber im Drei-Gänge-Menü ist Lean ganz sicher die Vorspeise. Und wenn die Vorspeise nicht gelingt, dann hat niemand Lust auf mehr.
Damit die Vorspeise gelingt, bekommst du heute vier Lean-Werkzeuge, mit denen du nichts falsch machen kannst, egal, ob dein Team schon „backen kann“ oder nicht. Und damit du schon mal richtig Appetit holen kannst, habe ich dir für jede Methode ein Rechenbeispiel erstellt, dass du ganz einfach mit deinen Werten durchrechnen kannst.

Keine Kompromisse: Unsere Werte sind unser System.

Ich komme heute mit einer klaren Botschaft: Werte sind kein Poster an der Wand. Sie sind ein System. Nur mit dem richtigen System entsteht Produktivität, Stabilität und Exzellenz.
Wir leben in einer Zeit, in der alles schneller wird. Entscheidungen, Technologien, Trends und auch Meinungen. Viele Unternehmen versuchen mitzuhalten und verlieren sich dabei selbst. Wir hatten unlängst ein hässliches Beispiel von der Traditionsmarke Jaguar, das in den Medien für Aufmerksamkeit gesorgt hat. In Zahlen: 85% weniger Absatz als in den Jahren davor.
Geschwindigkeit ohne Werte ist Chaos. Digitalisierung ohne Werte ist gefährlich. Lean ohne Werte ist nicht umsetzbar. Deshalb möchte ich heute klar Stellung beziehen.
Bei mpdigital und bei der mpacademy gibt es keine Kompromisse. Unsere Grundwerte stehen fest: Respekt. Disziplin. Ehrlichkeit. Vertrauen. Fordern und Fördern.
Diese Werte sind nicht verhandelbar. Sie sind der Grund, warum unsere Projekte funktionieren und warum wir mit einigen Menschen sehr gerne arbeiten und mit anderen bewusst nicht.

Die gefährlichste Routine im Unternehmen ist die, die sich sicher anfühlt.

Wir alle kennen das Gefühl: Endlich läuft etwas stabil. Der Prozess sitzt. Die Routine funktioniert. Der Standard ist etabliert. Haken dran und „Never change a running system!“ Aus Führungs- und Mitarbeitersicht ideal, weil gut nach Schema „F“ arbeiten können.
Genau jetzt wird’s gefährlich. Warum? Weil wir glauben, die Arbeit sei erledigt. Doch in Wahrheit ist es der Moment, in dem Routinen langsam und komplett unbemerkt an Wirkung verlieren.

Antizyklisch stark – Warum die Mutigen jetzt den Grundstein für ihren Vorsprung legen

Schlechte Nachrichten gibt’s derzeit genug: Wirtschaft schrumpft, Aufträge brechen ein, Medien warnen vor Rezession und Fachkräftemangel. Kein Wunder, dass viele Unternehmen den Kopf einziehen, Kosten kürzen und auf „Abwarten“ schalten. Aber genau jetzt werden die Marktanteile der Zukunft verteilt.
Wer in einer Abwärtsphase antizyklisch handelt, also investiert, entwickelt und strategisch vorausplant, legt den Grundstein für einen massiven Vorsprung. Was später nach Glück oder Zufall aussieht, ist in Wahrheit Planung, Haltung und konsequente Umsetzung.

Warum starke Partnerschaften das wahre Produktivitätsgeheimnis sind

Wie kommst du auf das höchste Level der Produktivität? Na klar, da gibt’s die offensichtlichen Antworten: Klare Prozesse, motivierte Mitarbeiter, gute Führung und natürlich Digitalisierung. Und ja, alles davon ist richtig und wichtig. Aber es fehlt ein Punkt, der selten klar ausgesprochen wird: Spezialisierung. Gepaart mit Erfahrung ist Spezialisierung die wahre Wunderwaffe, um Produktivität auf die Spitze zu treiben.
Viele Unternehmen versuchen, alles gleichzeitig zu können. Das ist nur allzu verständlich, weil ein Gesamtablauf ohne die anderen Prozesse nicht möglich ist. Produkte werden entwickelt, Maschinen gebaut, Digitalisierungsprogramme aufgesetzt, Logistik neu gedacht und Schulungen gehalten, um das Ganze den Leuten beizubringen.
Ich sehe das wie beim Triathlon. Du musst schwimmen, Rad fahren und laufen. Du trainierst in allen Disziplinen und wirst auch gut. Aber der beste Triathlet wird im direkten Vergleich mit Profis aus einer einzigen Disziplin immer das Nachsehen haben.
Höchste Produktivität und exzellente Performance entsteht nur dann, wenn du dich auf ein Thema vollständig fokussierst.